Zweite informelle Tagung der für Beschäftigung und Sozialpolitik zuständigen Ministerinnen und Minister der EU und des Westbalkans

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Pressemitteilung

Zweite informelle Tagung der für Beschäftigung und Sozialpolitik zuständigen Ministerinnen und Minister der EU und des Westbalkans

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©Government Communication Office

Mit der Unterstützung der Europäischen Union wird der Westbalkan den Einstieg der Jugendlichen in den Arbeitsmarkt fördern.

Auf der heutigen Tagung mit ihren Amtskolleginnen und -kollegen aus der EU in Brdo pri Kranju, Slowenien, verpflichteten sich die Vertreterinnen und Vertreter der Westbalkanstaaten zur stufenweisen Einrichtung, Umsetzung und Verbesserung der Jugendgarantie.

Die Arbeitslosigkeit der Jugendlichen ist ein Problem sowohl in der EU als auch auf dem Westbalkan, weshalb wir uns weiterhin für wirksame politische Maßnahmen einsetzen müssen, um den Jugendlichen beim Einstieg in den Arbeitsmarkt zu helfen. Es freut mich, dass die Vertreterinnen und Vertreter der Westbalkanstaaten sich zur Einrichtung und Umsetzung einer Jugendgarantie auf der Grundlage des EU-Modells verpflichtet haben. Jugendliche erwarten Lösungen von uns und wir dürfen sie nicht enttäuschen. Unseren Westbalkanpartnern wünschen wir viel Erfolg dabei.

Nicolas Schmit, der Europäische Kommissar für Beschäftigung und soziale Rechte

Nicolas Schmit, der Europäische Kommissar für Beschäftigung und soziale Rechte

Die Jugendgarantie erwies sich als ein wirksames Werkzeug zur Förderung des Einstiegs der Jugendlichen in den Arbeitsmarkt in der Europäischen Union. In Slowenien wird sie schon seit 2014 wirksam umgesetzt. Das eingerichtete Umsetzungsregime liefert gute Ergebnisse, insbesondere die Erreichung eines Anteils junger Menschen, die nicht in Beschäftigung, Bildung oder Ausbildung sind, der unter dem EU-Durchschnitt liegt. Die Unterstützung des Europäischen Sozialfonds ist von entscheidender Bedeutung, um solche Ergebnisse zu erzielen, und die EU ist bereit, den Westbalkan durch das Instrument für Heranführungshilfe zu unterstützen.

Janez Cigler Kralj, der slowenische Minister für Arbeit, Familie, soziale Angelegenheiten und Chancengleichheit.

Janez Cigler Kralj, der slowenische Minister für Arbeit, Familie, soziale Angelegenheiten und Chancengleichheit.

Die Tagung fand im Rahmen des slowenischen Vorsitzes im Rat der EU statt und wurde in Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission organisiert. Die Ministerinnen und Minister sowie andere Vertreterinnen und Vertreter diskutierten über Jugendbeschäftigung, die eine gemeinsame Herausforderung für die EU-Mitgliedstaaten und den Westbalkan bildet. Die Jugendlichen in ganz Europa wurden von der COVID-19-Krise stark betroffen, die in ihren Arbeitsmarkteinstieg sowie in ihre Bildungs- und Ausbildungspläne tief eingriff. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer tauschten ihre Ansichten zu strukturellen Herausforderungen aus, mit denen Jugendliche auf dem Arbeitsmarkt konfrontiert sind, vor allem im Hinblick auf den grünen und digitalen Wandel.

Um diese Herausforderungen zu bewältigen, haben sich die Ministerinnen und Minister sowie andere Vertreterinnen und Vertreter auf eine enge Zusammenarbeit zwischen der EU und dem Westbalkan geeinigt. Bezüglich der vorrangigen Reaktionen zur Förderung der Jugendbeschäftigung stimmten sie überein, dass die europäische Säule sozialer Rechte die Handlungsleitlinien sicherstellt, insbesondere, damit Jugendliche das Recht auf Weiterbildung, Berufspraktika, Lehrausbildung oder Stellenangebote innerhalb von vier Monaten ab dem Zeitpunkt der Arbeitslosigkeit oder Beendigung der Ausbildung haben. Die Jugendgarantie der EU hat sich für die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit und Inaktivität der Jugendlichen als effizient erwiesen.

In diesem Rahmen haben die für Beschäftigung zuständigen Ministerinnen und Minister sowie die Westbalkanpartner  die Erklärung über die nachhaltige Integration der Jugendlichen in den Arbeitsmarkt durch konkrete Maßnahmen für eine schrittweise Errichtung, Umsetzung und Verbesserung der Jugendgarantie gebilligt. Für die Durchführung des Schemas sind staatliche Mittel erforderlich, wobei die Europäische Union die Einführung der Initiative als Leitlinie im Rahmen des Wirtschafts-und Investitionsplans für den Westbalkan finanziell unterstützen wird.

Western Balkans Declaration on ensuring sustainable labour market integration of young people

Aufnahme der Pressekonferenz ©European Union

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