Umweltminister über neue globale Ziele der biologischen Vielfalt und den Schutz von Bestäubern

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Pressemitteilung

Umweltminister über neue globale Ziele der biologischen Vielfalt und den Schutz von Bestäubern

Informelles Treffen der Umweltminister

Am zweiten Tag der informellen Tagung der für Umwelt und Klimaschutz zuständigen europäischen Ministerinnen und Minister, die in Slowenien stattfand, wurde über den neuen Vorschlag bezüglich der globalen Ziele für den "Globalen Rahmen für Biodiversität für die Zeit nach 2020" diskutiert.

Die Ministerinnen und Minister erörterten auch die Herausforderungen einer gemeinsamen Stärkung des Schutzes von Bestäubern und die Schaffung eines Rahmens für Bestäubermonitoring auf EU-Ebene.

Der Vorsitzende Minister Andrej Vizjak betonte, Slowenien setze sich als ein Land mit vielfältiger Natur und dem höchsten Anteil des Schutzgebietsnetzes Natura 2000 in der Europäischen Union dafür ein, die biologische Vielfalt hoch auf der globalen Agenda zu behalten, wobei es von der Europäischen Kommission und den EU-Mitgliedstaaten unterstützt werde.

Wir freuen uns darauf, unsere Arbeit im Rat, mit dem Europäischen Parlament und der Europäischen Kommission sowie auf internationaler Ebene fortzusetzen." Es ist Zeit, dass wir den Trend des Rückgangs der biologischen Vielfalt umkehren und durch ambitionierte globale Ziele zur Erhaltung der Natur beitragen, indem wir bis zum Jahr 2030 30% der weltweiten Landflächen und Ozeane schützen und degradierte Ökosysteme wiederherstellen.

mag. Andrej VizjakMinister für Umwelt und Raumordnung

mag. Andrej VizjakMinister für Umwelt und Raumordnung

Im ersten Entwurf des Globalen Rahmens für Biodiversität bis zum Jahr 2030, der am 12. Juli 2021 veröffentlicht wurde, ist ein ehrgeiziger Ansatz vorgesehen, der unumgänglich für eine radikale Änderung der Art und Weise, wie Regierungen, Wirtschaftssektoren und die Gesellschaft als Ganzes handeln, ist, um den Trend des Rückgangs der biologischen Vielfalt umzukehren. Die Vision bis 2050 – im Einklang mit der Natur zu leben – wird durch vier langfristige Ziele und 21 Ziele und Meilensteine bis zum Jahr 2030 erreicht werden. Der Vorschlag beinhaltet einen effektiven Schutz von 30% der weltweiten Landflächen und Ozeane, die Kontrolle invasiver, nicht heimischer Arten und eine deutliche Verringerung der Umweltverschmutzung. Wichtig ist, dass die auf den Ökosystemen basierenden Lösungen zur Milderung des Klimawandels und der Anpassung an den Klimawandel beitragen. Alle für die Natur schädlichen Anreize müssen deutlich reduziert und umgelenkt werden, während die Investitionen in den Schutz der biologischen Vielfalt auf allen Ebenen erhöht werden müssen.

Auf der Pressekonferenz brachte der EU-Kommissar für Umwelt, Ozeane und Fischerei, Virginijus Sinkevičius, seine Zufriedenheit zum Ausdruck, dass der slowenische EU-Ratsvorsitz die biologische Vielfalt und die Bestäuber als vorrangiges Thema behandelt. Er betonte, dass der Rückgang der biologischen Vielfalt dringendes Handeln erfordert, darum setzen sich alle dafür ein, einen guten Rahmen vorzubereiten, der auf der Konferenz der Vertragsparteien des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (COP 15) diskutiert wird.

Die Europäische Union setzt sich für einen ehrgeizigen neuen Vorschlag über globale Biodiversitätsziele für die Zeit bis 2030 und 2050 beziehungsweise für den sogenannten "Globalen Rahmen für Biodiversität für die Zeit nach 2020" ein. Mit der Unterstützung der Trio-Partner, Deutschland und Portugal, sowie der Europäischen Kommission wird der slowenische Vorsitz in diesen Verhandlungen alle notwendigen Schritte unternehmen, um die Interessen der Europäischen Union durchzusetzen. Gemäß der Vision des Globalen Rahmens für Biodiversität für ein Leben im Einklang mit der Natur wird sich der Ratsvorsitz dafür einsetzen, dass die biologische Vielfalt bis 2050 geschätzt, erhalten, wiederhergestellt und widerstandsfähig sein wird und durch nachhaltige Nutzung Ökosystemleistungen für alle gewährleistet werden.

Auf der Tagung waren sich die Umweltministerinnen und -minister einig, dass der erste Entwurf der neuen globalen Strategie ein guter Ausgangspunkt für den Abschluss der Verhandlungen ist. Bei der Auseinandersetzung mit der Klima- und Biodiversitätskrise sollte nach Synergien gesucht werden. Die Einbindung des Schutzes der biologischen Vielfalt in andere Regierungspolitiken und Wirtschaftsbranchen, einschließlich der Finanzbranche, sowie das Engagement der gesamten Gesellschaft dazu wird von großer Bedeutung sein. Betreffend der Sicherstellung von Ressourcen für biologische Vielfalt hoben die Ministerinnen und Minister hervor, dass in den entwickelten Ländern und Entwicklungsländern diesbezüglich mehrere Ressourcen zur Verfügung stehen sollten. Die EU und die Mitgliedstaaten erklären sich gemäß dem Grünen Deal bereit, mit gutem Beispiel voranzugehen, indem sie sich für ehrgeizige Ziele und deren verstärkte Umsetzung auf nationaler und EU-Ebene einsetzen.

Die Verhandlungen über die neuen globalen Ziele beginnen am 23. August 2021 und werden bis zur voraussichtlichen Verabschiedung des globalen Rahmens im Schlussteil der 15. Tagung der Konferenz der Vertragsparteien des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (COP15 Phase 2) im Frühjahr 2022 geführt werden.

COP15 stellt einen wichtigen Meilenstein bei den Bemühungen zur Förderung globaler Ambitionen dar, um dadurch gemeinsam die Klima-, Biodiversitäts- sowie die Gesundheitskrise anzuerkennen. Einige der Ursachen und Lösungen aller drei Krisen sind eng miteinander verbunden und fordern eine Suche nach gegenseitig abgestimmten naturbasierten Lösungen, die zu den Zielen der nachhaltigen Entwicklung und der Agenda 2030 beitragen werden.

Slowenien als Initiator des Weltbienentags schenkt dem Schutz von Bestäubern, einschließlich der Wildbestäuber, sehr viel Aufmerksamkeit. Die Ministerinnen und Minister sind besorgt wegen des Rückgangs von Wildbestäubern und dessen Folgen für die biologische Vielfalt und der Folgen des Ausfalls der Ökosystemleistungen der Bestäuber für die Gesellschaft. In der Diskussion zeigten die Ministerinnen und Minister ihre Bereitschaft zum Schutz von Bestäubern, einschließlich der Verbesserung der Kontrolle von Wildbestäubern und der Stärkung von Aktivitäten zur Verbesserung ihrer Habitate, sowie zur Schärfung des Bewusstseins der zentralen Branchen und der Gesellschaft für die Bedeutung eines aktiven Schutzes.

Abschließend bedankte sich der Minister bei den Partnern des Ratsvorsitz-Trios Deutschland und Portugal für all ihre Bemühungen und Leistungen sowie für ihre Unterstützung bei der zukünftigen Arbeit des slowenischen Ratsvorsitzes.

 

Biodiversitätsstrategie für 2030

Fotos und Videos

Kontaktpersonen für die Medien

Jasmina Spahalić

Sprecherin des Ministeriums für Umwelt und Raumordnung