Staatssekretär Raščan auf dem außerordentlichen Treffen der Minister für Entwicklungszusammenarbeit zu Afghanistan

Weiter zum Inhalt
Pressemitteilung

Staatssekretär Raščan auf dem außerordentlichen Treffen der Minister für Entwicklungszusammenarbeit zu Afghanistan

Staatssekretär Stanislav Raščan

Dr. Stanislav Raščan, Staatssekretär im slowenischen Außenministerium, nahm an der außerordentlichen Tagung des EU-Rates „Auswärtige Angelegenheiten“ in der Zusammensetzung der Entwicklungsministerinnen und -minister (FAC DEV) zu Afghanistan teil. Er hob hervor, dass die Komplexität der Lage in Afghanistan eine kontinuierliche und koordinierte Reaktion internationaler Partner erfordere.

Nachdem Afghanistan das Thema der Oktober-Sitzung der EU-Generaldirektoren für Entwicklung sowie des informellen Abendessens des Europäischen Rates am 5. Oktober 2021 war, sind die Entwicklungs- und humanitären Aspekte der Afghanistan-Krise auch im FAC DEV erörtert worden.

Im Mittelpunkt der Debatte stand die Frage der Reaktion der EU auf die Situation im Land, die sich nach dem Abzug der US- und NATO-Truppen rasch und stark verschlechtert. Die Lage in Afghanistan ist bereits aufgrund der vorangegangenen Nahrungsmittelkrise und der Folgen der Covid-19-Pandemie besorgniserregend. Die humanitären Umstände verschlechtern sich auch durch das Nichtfunktionieren der Gesundheits- und Sozialeinrichtungen, die unter den neuen Umständen nicht einmal die grundlegenden Dienstleistungen für die gefährdete Bevölkerung erbringen.  

Staatssekretär Raščan betonte die Notwendigkeit, den Leuten in Afghanistan und denjenigen, die in die umliegenden Länder geflohen sind, noch vor dem Wintereinbruch erhebliche Hilfe zu leisten. Man muss auch eine Antwort darauf finden, wie die grundlegenden Funktionen der Gesundheits- und Sozialdienste sichergestellt werden können, um einem verschärften Leiden der Menschen entgegenzuwirken. Es sei von entscheidender Bedeutung, dass die Union koordiniert und in Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen handle, betonte er ferner. Außerdem solle die EU eine gemeinsame Sprache finden, wobei sie sich auf die gemeinsamen Verlautbarungen zur humanitären Lage in Afghanistan stützen könne, die von der EU-Arbeitsgruppe „Humanitäre Hilfe und Nahrungsmittelhilfe“ (COHAFA) unter dem slowenischen EU-Ratsvorsitz koordiniert worden sind. Zudem ist es wichtig, die Region bei der Betreuung von Vertriebenen und Flüchtlingen aus Afghanistan durch die regionalen Initiativen von „Team Europa“ zu unterstützen. Slowenien fördert die regionale Initiative von Team Europa, deren Ziel es ist, den Vertriebenen in Afghanistan und in den Nachbarländern Hilfe zu leisten.

Kontaktpersonen für die Medien

Damijan Fišer